Harley-Davidson

Fragt man auf der Straße nach Motorradmarken, dann wird wohl in den meisten Fällen Harley-Davidson die meistgenannte Marke sein. Das Unternehmen hat es in seiner bewegten Geschichte geschafft, den Markennamen zu einem Inbegriff für Freiheit und Rebellion zu machen, was wiederum dafür sorgte, dass sich viele mit der Marke und den Motorrädern identifizieren.

Dies führt auch zu guten Absatzzahlen und so sind allein in Deutschland heute rund 200.000 Harley-Davidson-Motorräder zugelassen. Trotz der Bekanntheit und der vielen verkauften Motorräder ist das Unternehmen aber immer mal wieder in finanziellen Schwierigkeiten.

Die bescheidenen Anfänge

Die Anfänge von Harley-Davidson liegen im Jahr 1901, als der damals zwanzigjährige William S. Harley ein Motor entwickelte, mit dem er, zusammen mit seinem Freund Arthur Davidson, aus einem Fahrradrahmen ein Motorrad bauen wollte. Mit der Hilfe von Walter Davidson, Arthur Davidsons Bruder, waren sie zwei Jahre später erfolgreich. Allerdings stellte sich heraus, dass der entwickelte Motor nur auf ebenen Flächen funktionierte. Bergauf musste man die vorhandenen Pedalen benutzen.

Die bescheidene Leistung des ersten Prototypen entmutigte die Freunde aber nicht, sondern brachte sie zu neuen Tüfteleien. Diese waren dann auch so erfolgreich, dass sie 1907 beschlossen, die Harley-Davidson Motor Company of Milwaukee zu gründen. Die Gesellschaft konnte dann auch bald einen Kundenstamm aufbauen, zu dem auch das Militär gehörte. Die beiden Weltkriege und die damit verbundene Nachfrage für Motorräder halfen dem Unternehmen dann auch zu ersten größeren Erfolgen.

Der Aufstieg zur Legende

In den Nachkriegsjahren ging die Popularität von Harley-Davidson aber stetig zurück. Gründe dafür waren Fehlentscheidungen bei der Modellentwicklung, aber auch Probleme mit der Qualität. Der Wiederaufstieg der Marke begann 1969 mit dem Film Easy Rider von Peter Fonda, in dem ein Motorrad der Marke eine prominente Rolle spielt. Es war primär dieser Film, der dazu führte, dass die Motorräder von Harley-Davidson mit Freiheit und Rebellion verbunden werden.

In den darauffolgenden Jahren konnten dann auch die Qualitätsprobleme behoben werden, was zu einem bedeutend besseren Image und letztendlich auch zu einem finanziellen Erfolg führte. Seither ist das Unternehmen relativ erfolgreich, es wird aber immer mal wieder von Skandalen und Problemen erschüttert. So hatte zum Beispiel die Police Touring, ein speziell für die Polizei gefertigtes Model, in den frühen 2000er-Jahren Probleme bei hohen Geschwindigkeiten. Auch die Finanzkrise setzte dem Unternehmen 2009/2010 schwer zu und es hat sich bis heute noch nicht vollständig davon erhohlt.

Weit mehr als Motorräder

Heute ist die Marke Harley-Davidson noch erfolgreicher als die dazugehörigen Motorräder. So gibt es zum Beispiel viele, die sich zum Geburtstag eine Motivtorte mit Harley-Davidson Logo bestellen oder andere Zubehörteile wie Schlüsselanhänger oder T-Shirts wünschen. Andere kleiden sich in Lederkleidung, auf der das Logo der Marke prominent angebracht ist. Bei vielen Produkten, die das Harley-Davidson-Logo tragen, handelt es sich aber nicht um offiziell lizenzierte Produkte. Somit verdient das Unternehmen damit auch kein Geld.